Im BMO Field lieferten sich Portugal und Kroatien ein intensives WM-Achtelfinale, das erst in der Nachspielzeit seinen Sieger fand. Beide Teams gingen mit der Formation 4-2-3-1 ins Rennen, und trotz klarer Überlegenheit der Portugiesen im Ballbesitz blieb die erste Hälfte torlos. Portugal dominierte die erste Halbzeit mit zeitweise über 70 Prozent Ballbesitz und schraubte die Schusszahl auf acht, ohne jedoch den gegnerischen Torwart ernsthaft zu prüfen. Kroatien stand tief und lauerte auf Konter.
Nach dem Seitenwechsel schlug Kroatien dann kalt zu. Ivan Perisic traf in der 53. Minute zur Führung und belohnte damit die effiziente Spielanlage der Kroaten, die bei weniger Ballbesitz letztlich mehr Torschüsse aufs Ziel brachten als Portugal. Nur kurz darauf sah Luka Modric in der 59. Minute die Gelbe Karte, was den Rhythmus Kroatiens kurzzeitig störte. Portugal nutzte diese Phase und kam in der 68. Minute durch einen verwandelten Elfmeter von Cristiano Ronaldo zum Ausgleich.
In der Folge drückte Portugal auf den Siegtreffer, ohne den Widerstand Kroatiens zunächst brechen zu können. Der Aufwand spiegelte sich in einem Expected-Goals-Wert von 2,18 für die Portugiesen wider. Erst tief in der Nachspielzeit, in der vierten Zusatzminute, erlöste Goncalo Ramos seine Mannschaft. Nach einer Vorlage von Rafael Leao vollendete Ramos zum 2:1 und sicherte Portugal damit den Einzug in die nächste Runde. Ruben Dias hatte bereits in der 17. Minute eine Gelbkarte gesehen, Perisic kassierte kurz nach dem Schlusspfiff ebenfalls Gelb. Kroatien, das mit 12 Fouls deutlich ruppiger als Portugal mit 6 agierte, schied trotz einer kämpferischen Leistung aus dem Turnier aus.
