Im Estadio Azteca lieferten sich Mexico und England ein intensives WM-Achtelfinal-Duell, das England trotz widriger Umstände mit 3:2 für sich entschied. Den entscheidenden Impuls gaben die Engländer kurz vor der Halbzeit: Jude Bellingham traf in der 36. Minute nach Vorarbeit von Bukayo Saka, nur zwei Minuten später vollendete er erneut, diesmal nach einer Vorlage von Harry Kane. Mexico kam durch Jose Quinones noch vor der Pause auf 1:2 heran, sodass es mit einem knappen englischen Vorsprung in die Kabinen ging.
Die zweite Halbzeit begann mit einem schweren Rückschlag für England: Jakub Quansah sah in der 54. Minute die Rote Karte und die Three Lions mussten fortan mit zehn Mann auskommen. Dennoch baute Kane den Vorsprung in der 60. Minute per Elfmeter auf 3:1 aus. Mexico antwortete in der 69. Minute ebenfalls vom Elfmeterpunkt durch Raul Jimenez und hielt damit die Spannung bis zum Schluss aufrecht. Trotz allem gelang den Gastgebern kein weiterer Treffer, obwohl sie in der Schlussphase noch intensiv drängten.
Die Statistik spiegelt das Spielbild deutlich wider: Mexico kontrollierte mit 66 Prozent Ballbesitz klar die Partie und kam auf 18 Schussversuche gegenüber lediglich sechs für England. Dennoch verzeichneten beide Teams jeweils fünf Schüsse aufs Tor, was die Effizienz der Engländer unterstreicht. Der Expected-Goals-Wert lag für Mexico bei 1.87, für England bei 1.55, das Ergebnis fiel also durchaus gegen den statistischen Trend aus. England stellte im 4-2-3-1 auf und nutzte seine Chancen konsequent, während Mexico im 4-3-3 zwar viel Druck entfaltete, aber zu selten zwingend abschloss.
In einer turbulenten Schlussphase mit mehreren Gelben Karten auf beiden Seiten sowie Einträgen für Jordan Henderson und Johan Vasquez in der Nachspielzeit brachte England den knappen Vorsprung über die Zeit. Mit dem 3:2-Sieg zieht England in die nächste Runde der Weltmeisterschaft ein, während Mexico trotz drückender Feldüberlegenheit ausscheidet.
