Im Lincoln Financial Field lieferte Paraguay gegen den klaren Favoriten Frankreich eine taktisch disziplinierte Leistung ab, die jedoch am Ende nicht ausreichte. Die Südamerikaner stellten sich in einer kompakten 5-4-1-Formation tief in der eigenen Hälfte auf und überließen den Franzosen von Beginn an die Spielkontrolle. Mit lediglich 24 Prozent Ballbesitz war Paraguays Spielplan klar: Verteidigen, kompakt bleiben und auf Konter lauern.
Frankreich dominierte die Partie nach Zahlen eindeutig. Mit 76 Prozent Ballbesitz, 15 Schüssen und zwölf Ecken drückte die Équipe Tricolore in einem 4-2-3-1 kontinuierlich auf den Führungstreffer. Der erwartete Torwert von 1.36 zu 0.15 spiegelt die spielerische Überlegenheit wider. Dennoch gelang es Paraguay lange Zeit, den Kasten sauber zu halten. Paraguay brachte im gesamten Spiel lediglich einen Schuss aufs Tor, was die Beschränkung auf die eigene Hälfte verdeutlicht. In der 70. Minute fiel schließlich die Entscheidung: Kylian Mbappe verwandelte einen Elfmeter sicher und sorgte für das einzige Tor des Abends.
Auf Seiten Frankreichs gab es im Verlauf der Partie mehrfach Disziplinprobleme. Bryan Barcola sah bereits in der 19. Minute die Gelbe Karte, Mamadou Kone wurde in der 81. Minute verwarnt und Michael Olise erhielt tief in der Nachspielzeit, in der 97. Minute, ebenfalls Gelb. Paraguay hielt sich trotz des intensiven Drucks weitgehend aus den Schiedsrichterentscheidungen heraus, blieb aber mit 13 Fouls defensiv sehr aktiv.
Unterm Strich war Frankreichs Sieg verdient, auch wenn er knapp ausfiel. Paraguay kämpfte mit großem Einsatz, konnte offensiv aber kaum Akzente setzen. Mbappe besorgte mit seinem verwandelten Strafstoß den entscheidenden Treffer, der Frankreich in der WM-Runde weiterbringt.
