Im Arrowhead Stadium lieferte Colombia gegen Ghana eine spielerisch dominante Vorstellung, die jedoch nur einen einzigen Treffer hervorbrachte. J. Arias war es, der in der 14. Minute nach einer Vorlage von L. Suarez für das entscheidende 1:0 sorgte. Bemerkenswert: Nur zwei Minuten zuvor hatte Arias selbst eine Gelbe Karte gesehen. Trotz dieser frühen Verwarnung war er der entscheidende Mann auf dem Platz.
Colombia bestimmte die Partie von Beginn an. Mit einem Ballbesitzanteil von 60 Prozent und zwanzig Schüssen, davon acht aufs Tor, erarbeiteten sich die Südamerikaner deutliche Vorteile. Der Expected-Goals-Wert von 2.09 unterstreicht, dass die Kolumbianer aus dem Spiel heraus weit mehr hätten erzielen können. Ghana dagegen blieb offensiv nahezu wirkungslos: Acht Schussversuche, kein einziger aufs Tor, und ein xG-Wert von lediglich 0.26 sprechen eine klare Sprache.
Im zweiten Durchgang verwaltete Colombia das Ergebnis, ohne es ausreichend auszubauen. Ghana versuchte mit dem 4-1-4-1-System Räume zu schließen und setzte zeitweise auf Pressing, konnte aber keine nennenswerte Torchance herausspielen. Die Partie wurde zwischendurch ruppiger: C. Yirenkyi, I. Fatawu und A. Seidu sahen für Ghana jeweils Gelbe Karten, auf kolumbianischer Seite traf es R. Rios in der 78. Minute.
Letztlich brachte Colombia den knappen Vorsprung über die Zeit und feierte einen verdienten, wenn auch nicht überzeugenden Pflichtsieg. Angesichts der klaren Überlegenheit im Spielaufbau und der ungenutzten Chancen bleibt Luft nach oben. Ghana hingegen muss seine Offensivleistung deutlich steigern, will es im weiteren Turnierverlauf noch eine Rolle spielen.
