Im WM-Gruppenspiel im Arrowhead Stadium trennten sich Algerien und Österreich mit einem 3:3, das bis in die letzte Minute spannend blieb. Beide Mannschaften liefen in einem 4-2-3-1-System auf, und bereits in der Anfangsphase zeichnete sich ein offenes Spiel ab.
Österreich ging in der 28. Minute in Führung: Marko Arnautovic vollendete eine Vorarbeit von David Alaba zur 0:1-Führung. Arnautovic hatte zuvor in der 11. Minute bereits eine Gelbe Karte gesehen, traf aber dennoch kurz vor der Pause. Algerien antwortete noch im ersten Durchgang: R. Belghali glich in der 45. Minute zum 1:1 aus und sorgte damit für den Halbzeitstand.
Nach der Pause entwickelte sich eine ereignisreiche zweite Halbzeit. Marcel Sabitzer brachte Österreich in der 55. Minute erneut in Front, nachdem Konrad Laimer die Vorlage geliefert hatte. Nur fünf Minuten später glich Riyad Mahrez aus, diesmal auf Zuspiel von Houssem Aouar. Das Spiel schien auf Messers Schneide zu stehen, als Patrick Wimmer in der 75. Minute Österreich erneut in Führung brachte. Doch Algerien warf in der Schlussphase alles nach vorne, und Mahrez bewies einmal mehr seine Klasse: In der dritten Minute der Nachspielzeit traf er erneut nach einer Vorlage von Aouar zum 3:3-Endstand.
Die Statistik spiegelte das Kräfteverhältnis nur bedingt wider. Algerien dominierte mit 66 Prozent Ballbesitz und 12 Schüssen, traf dabei aber nur fünfmal das Tor. Österreich kam mit deutlich weniger Spielanteilen auf acht Schüsse, zwei davon aufs Tor, und erzielte trotzdem dreimal. Die Expected-Goals-Werte lagen auf nahezu gleichem Niveau: Algerien kam auf einen xG-Wert von 1,14, Österreich auf 1,18. Das Unentschieden geht angesichts dieser Zahlen in Ordnung, auch wenn Österreich zweimal kurz vor dem Sieg stand. Algerien darf sich über den späten Punktgewinn freuen.
