Ägypten ging früh in Führung: E. Ashour verwandelte in der 13. Minute nach einer Vorlage von K. Hafez zur verdienten Gästeführung. Die Nordafrikaner kontrollierten weite Teile der ersten Halbzeit mit 70 Prozent Ballbesitz und einer klar strukturierten 4-4-2-Formation, während Australien im 3-4-2-1 zunächst kaum gefährliche Aktionen entwickeln konnte. Zur Pause stand es folgerichtig 0:1.
Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt auf unglückliche Weise für Ägypten. In der 55. Minute lenkte M. Hany den Ball ins eigene Netz und brachte Australien damit zurück ins Spiel. Die Statistik zeigte, dass die Socceroos trotz nur 42 Prozent Ballbesitz mit 16 Schüssen aktiver waren als ihr Gegenüber. Allerdings blieb die Chancenverwertung auf beiden Seiten ausbaufällig: Australien kam lediglich auf einen Schuss aufs Tor bei einem xG-Wert von 0.87, Ägypten auf vier Schüsse aufs Tor bei 1.36 Expected Goals. Die reguläre Spielzeit endete ohne weiteren Treffer.
In der Verlängerung überschlugen sich die Ereignisse buchstäblich in den letzten Minuten. H. Souttar brachte Australien in der 121. Minute in Führung, doch M. Saber glich per Elfmeter sofort aus. Was folgte, war eine beispiellose Sequenz: In der 122. Minute traf J. Irvine vom Punkt für Australien, R. Rabia antwortete für Ägypten. In der 123. Minute verwandelte A. Mabil für die Socceroos, bevor M. Salah den erneuten Ausgleich erzielte. Schließlich war es L. Herrington, der in der 124. Minute den entscheidenden Treffer für Australien markierte. Die Gelben Karten gegen H. Hassan in der 105. Minute und Y. Ibrahim kurz vor Schluss unterstrichen die Intensität der Partie. Am Ende setzten sich die Australier in einem der turbulentesten Schlussphasen dieser WM durch.
