Im BC Place in Vancouver bot die WM-Partie zwischen Neuseeland und Belgien von Beginn an ein klares Bild. Die Belgier übernahmen sofort die Kontrolle, dominierten den Ballbesitz und setzten die All Whites unter permanenten Druck. Neuseeland fand in der Anfangsphase kaum Zugriff auf den Gegner, was sich auch im Druckverlauf deutlich widerspiegelte: In den ersten 30 Minuten verbuchte Belgien bereits acht Schüsse, während Neuseeland noch keinen einzigen verzeichnet hatte.
Leandro Trossard eröffnete das Toreschießen in der 28. Minute und brachte Belgien verdient mit 1:0 in Führung. Nach dem Seitenwechsel setzte der Außenstürmer nach: In der 50. Minute traf er erneut, diesmal nach einer Vorlage von Hans Vanaken, und erhöhte auf 2:0. Kevin De Bruyne erhöhte in der 66. Minute auf 3:0 und unterstrich damit den überlegenen Auftritt der Belgier. Die Statistiken sprachen eine deutliche Sprache: Belgien kam am Ende auf 32 Schüsse und einen Expected-Goals-Wert von 3,54, während Neuseeland lediglich sechs Abschlüsse und ein xG von 0,24 aufwies.
Neuseeland blieb nicht gänzlich ohne Gegenwehr. Enver Just traf in der 84. Minute zum zwischenzeitlichen 1:3-Ehrentreffer. Allerdings hatte Just zuvor in der 56. Minute eine Gelbe Karte gesehen, genau wie Teamkollege Marko Stamenic unmittelbar nach der Halbzeitpause in der 46. Minute. Belgien ließ sich von dem Anschlusstreffer nicht beirren: Romelu Lukaku stellte in der 86. Minute nach Vorlage von Nicolas Raskin den 5:1-Endstand her und besiegelte damit eine umfassende Niederlage der Neuseeländer.
Mit diesem klaren Sieg setzt Belgien in der WM-Gruppenphase ein deutliches Ausrufezeichen. Neuseeland dagegen findet sich nach dieser Partie in einer schwierigen Ausgangslage wieder. Beide Teams agierten im selben 4-2-3-1-System, doch die individuelle Qualität und die mannschaftliche Abstimmung der Belgier lagen an diesem Abend in Vancouver auf einem gänzlich anderen Niveau.
