Belgien startete ohne den erkrankten Jeremy Doku, Lukaku stand nach seinem Jokereinsatz im ersten Spiel diesmal in der Startelf. Der Plan war klar: Dominieren, angreifen, gewinnen. Was folgte, war ein Lehrstück in kreativloser Ballbesitz-Therapie. In der Halbzeit stand es bei 81% Ballbesitz und 21 Ballkontakten im iranischen Sechzehner, aber null Toren. SportschauFussballdaten
Dabei fehlte es nicht an Chancen. In der 59. Minute die größte Möglichkeit des Spiels: Trossard spielte De Bruyne links im Strafraum frei, der Querpass landete vor den Füßen von De Cuyper, der aus zwei Metern nicht einnetzen konnte, weil Beiranvand irgendwie noch die Hand an den Ball bekam. Eine Weltklasseparade. Sportschau
Dann der absolute Tiefpunkt: Innenverteidiger Nathan Ngoy sah in der 67. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte. Belgien in Unterzahl, Iran wittert die Sensation. In der 90.+5 scheiterte Lukebakio mit einem Schlenzer um Zentimeter am Kreuzeck. Letzte Aktion, Abpfiff, 0:0. Komplettes Desaster. SportschauFussballdaten
Lukaku brachte es danach auf den Punkt: "Wir hatten viele Chancen, aber der Ball wollte einfach nicht rein. Wir haben zu emotional gespielt. Wir hatten einen Plan, aber in den entscheidenden Momenten nicht die nötige Ruhe bewahrt." Beide Teams gehen mit zwei Punkten in den letzten Spieltag. Für die Iraner, die mit der ältesten Startelf der WM-Geschichte angetreten waren, ist der Punkt ein Erfolg. Für Belgien ist er eine Katastrophe. SportschauZDFheute
Die nackte Wahrheit in Zahlen:
Endstand: Belgien 0:0 Iran
Ballbesitz: Belgien 81% | Iran 19%
Torschüsse: Belgien 17 | Iran 3
Rote Karte: Ngoy (67., Notbremse)
Irans Durchschnittsalter der Startelf: 32,52 Jahre (älteste Startelf der WM-Geschichte)
