Im MetLife Stadium lieferten sich Ecuador und Deutschland eine intensive WM-Gruppenphase-Begegnung, die am Ende zugunsten der Südamerikaner ausging. Die Deutschen starteten furios: Bereits in der zweiten Minute traf Leroy Sané nach einer Vorlage von Florian Wirtz zur frühen Führung. Doch der Rückstand währte nur sieben Minuten. Nilson Angulo glich in der neunten Minute nach Zuspiel von Pedro Vite aus und stellte damit den Spielstand auf 1:1, der auch zur Halbzeit Bestand haben sollte.
Die Statistik der ersten 45 Minuten erzählte eine klare Geschichte: Deutschland dominierte den Ball zeitweise mit bis zu 66 Prozent Ballbesitz und erspielte sich deutlich mehr Abschlüsse. Ecuador hingegen präsentierte sich als kompaktes, konterorientiertes Team im 4-4-2-System, das die Räume eng hielt und auf Umschaltsituationen lauerte. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte eine hektische Phase für gelbe Karten auf beiden Seiten: Ecuadors Piero Hincapié sah in der 43. Minute Gelb, eine Minute später folgte Aleksandar Pavlović auf deutscher Seite.
In der zweiten Hälfte verlagerte sich das Kräfteverhältnis zusehends. Deutschland blieb zwar spielbestimmend mit 61 Prozent Ballbesitz über das gesamte Spiel gerechnet, doch die Effizienz blieb aus. Ecuador nutzte seinen Moment: In der 77. Minute war es Gonzalo Plata, der nach einer Vorlage von Kevin Rodriguez die Nerven behielt und Ecuador in Führung brachte. Der Treffer des Spielers, der später in der 89. Minute noch eine Gelbe Karte kassierte, erwies sich als entscheidend. Deutschland fand in der Schlussphase keine Antwort mehr, obwohl man insgesamt elf Abschlüsse verzeichnete, davon drei auf das Tor, genauso viele wie Ecuador bei sieben Versuchen.
Ecuador sichert sich mit diesem verdienten Sieg drei wichtige Punkte in der WM-Gruppenphase. Deutschland hingegen verlässt das MetLife Stadium trotz Überlegenheit in Sachen Ballbesitz und Spielkontrolle ohne Zähler und unter Zugzwang für die weiteren Gruppenspiele.
