Im Levi's Stadium im Silicon Valley lieferten sich Paraguay und Australien eine weitgehend torlose Partie, die trotz australischer Überlegenheit mit einem 0:0 endete. Die Socceroos kontrollierten das Spiel über weite Strecken, konnten ihre Feldvorteile jedoch nicht in Zählbares ummünzen.
Australien dominierte von Beginn an. Bereits in der 15. Minute hatten die Socceroos 79 Prozent Ballbesitz und zwei Schussversuche verbucht, während Paraguay tief stand und auf Konter lauerte. Das 3-4-3-System von Australien sorgte für breite Staffelungen und häufige Angriffe über die Flügel. Bis zur Halbzeit brachten die Australier vier Schüsse auf das Tor, ohne jedoch den Keeper der Paraguayaner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Paraguay seinerseits agierte in einem 5-4-1 sehr defensiv ausgerichtet und verzichtete bewusst auf eigene Offensivakzente.
Nach dem Seitenwechsel holte sich Jackson Irvine für Australien gleich in der 46. Minute die erste Gelbe Karte ab. Die zweite Hälfte verlief ähnlich wie die erste: Australien versuchte weiter, das Spiel zu machen, Paraguay verteidigte geschlossen. In der 77. Minute sah Diego Gomez für Paraguay ebenfalls Gelb. Am Ende standen für die Socceroos zwölf Schüsse und fünf davon auf das Tor, Paraguay kam lediglich auf sieben Versuche, zwei davon auf das Gehäuse. Auch bei den Ecken hatte Australien mit drei zu eins klar die Nase vorn.
Das Endergebnis spiegelt eine Partie wider, in der ein Team klar mehr Druck ausübte, das andere aber diszipliniert und konzentriert dagegenhielt. Paraguay erkämpfte sich durch konsequentes Verteidigen einen Punkt. Australien darf trotz des Remis auf die eigene Chancenauswertung schauen, die in entscheidenden Momenten fehlte. Das torlose Unentschieden dürfte für beide Mannschaften je nach weiteren Gruppenresultaten noch eine wichtige Rolle spielen.
