Die Niederlande und Marokko lieferten sich im Estadio BBVA ein intensives WM-Duell, das erst nach 120 Minuten und einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen eine Entscheidung fand. Die Partie begann mit einem ausgeglichenen ersten Durchgang, in dem keine der beiden Mannschaften den entscheidenden Treffer erzielen konnte. Marokko hatte bereits in der ersten Hälfte mehr vom Spiel und steigerte den Ballbesitz im Spielverlauf auf letztlich 70 Prozent, während die Niederländer defensiv kompakt in ihrer 3-4-2-1-Formation standen.
Nach dem torlosen ersten Abschnitt brachte Cody Gakpo die Niederlande in der 72. Minute in Führung. Den Assist lieferte Crysencio Summerville. Marokko drängte in der Folge auf den Ausgleich und wurde in der ersten Minute der Nachspielzeit belohnt: Ilias Diop traf zum 1:1, wobei Charaf Talbi die Vorlage gab. Damit ging das Spiel in die Verlängerung. Bemerkenswert: Diop hatte in der 47. Minute bereits eine Gelbe Karte gesehen. Die Statistiken unterstrichen die marokkanische Dominanz, denn die Nordafrikaner kamen auf 11 Schüsse und einen xG-Wert von 1,40, während die Niederländer lediglich auf 0,23 Expected Goals kamen.
Die Verlängerung brachte keine weiteren regulären Treffer, sodass das Elfmeterschießen entscheiden musste. Was folgte, war ein wahres Spektakel der besonderen Art. Koopmeiners, Kluivert, Weghorst und Quincy Timber trafen für die Niederlande, während auf marokkanischer Seite El Aynaoui, Rahimi, Talbi und Hakimi verwandelten. Nach vier erfolgreichen Schützen auf beiden Seiten fiel die Entscheidung zugunsten der Niederländer, da diese letztlich die Oberhand behielten.
Insgesamt war es eine Partie, in der Marokko über weite Strecken das spielbestimmende Team war und auch die besseren Chancen hatte. Die Niederlande bewies jedoch Moral, schnappte sich in der Verlängerung und im Elfmeterschießen die entscheidenden Punkte und zieht damit in die nächste Runde der Weltmeisterschaft ein.
